Seit über 10 Jahren findet unser Ferienplausch für Jugendliche im Rahmen des Ferienplausch Uster (www.ferienplausch-uster.ch) statt (Unsere Website gibt noch einen Artikel dazu aus dem Jahr 2014 her…). Schon erstaunlich, wie sich unser Kurs in den vergangenen Jahren entwickelt hat, so hat er sich inzwischen zum zentralen Element unserer Jugendarbeit gemausert.
Dieses Jahr fand er sogar zweimal statt, die bekannte, «lange» Version vom 17.-19. Juli mit 15 Teilnehmern und die Kurzvariante vom 9. August mit 9 Teilnehmern. Das Konzept hat sich über die Jahre stetig verbessert, wir haben nun Erfahrung und Dokumentation (Zeitpläne, Anweisungen für Helfer usw.) für 4 halbe/3 ganze Tage mit Theorieblöcken, Simulatorübungen und praktischem Fliegen (Langvariante) sowie einem Intensivtag mit Theorie und praktischem Fliegen (Kurzvariante).
Vielleicht etwas mehr Details zur Langvariante. Die Schüler sind in 3 Gruppen zu 5 Flugschülern aufgeteilt (Maverik, Iceman und Goose 😉). Die drei Gruppen wechseln in einem (strikten) Zeitplan zwischen den Stationen «Theorie», «Simulator» und «Fliegen».
Für die Theorie haben wir ein eigenes Curriculum entwickelt, in dem die Teilnehmer alles Notwendige zur Theorie des (Modell-)Fliegens, des Modelles und der Fernsteuerung, des Fluggeländes, der Sicherheit usw. lernen. Die Unterlagen werden ihnen elektronisch auf Tabletts zur Verfügung gestellt und können sie auch mit nach Hause nehmen. Ein Highlight ist die «Rüeblidemo» am Anfang des Kurses, wo wir ein Rüebli im Propeller des Schulungsflieger (bei Halbgas…) pulverisieren, um die Wichtigkeit von sicherem Verhalten zu demonstrieren.
Für die Simulatorübungen setzen wir fünf (ältere aber noch brauchbare) Laptops mit Fernsteuerungen und dem (bezüglich Resourcen genügsamen) Flugsimulator Phoenix ein (leider wird der nicht mehr weiterentwickelt). Der Schulungsflieger Easyglider ist dort verfügbar und das Fluggelände ähnelt dem unsrigen, sodass die Flugschüler realitätsnah Starts, Landungen und Flugfiguren (Vorgegeben mit steigender Schwierigkeit) üben können. Der Simulatorbetrieb befindet sich in einem Zelt und kann daher auch in Regenpausen (genau wie die Theorie) weiter stattfinden.
Das Fliegen erlernen die Teilnehmer mit dem Easyglider 4 von Multiplex und Spektrum Fernsteuerungen im kabellosen Lehrer-Schülerbetrieb. Schritt für Schritt wird der gesamte Ablauf von einfachen Flugfiguren über Start bis zur Landung geübt, der Lehrer kann dabei jederzeit in kritischen Situationen blitzschnell übernehmen. Ein Tag lang Fliegen ist dann aus Erfahrung für Modelle (gerade am Anfang wird der Motor/der Regler mehr als bei einem Segler üblich belastet…) und Fluglehrer sehr anstrengend, sodass wir (neben den Pausen) auch mit einem «Springer»-Lehrer arbeiten müssen. Wer jetzt etwas verwundert die Augenbrauen hochzieht: Nächstes Jahr ist wieder Ferienplausch, wir suchen immer Fluglehrer 😉
Der Personalaufwand ist zugegebenermassen hoch. Mit zwei Betreuern am Simulator, sechs Fluglehrern, Flugleiter, Theorielehrer, Lademeister für die Akkus, Zeitmanager sowie einem Helfer an der Reparaturstation kommt schon einiges zusammen. Und der Kursleiter, der alles im Überblick haben muss und Probleme adhoc löst. Aber es lohnt sich, die Teilnehmer sind immer begeistert, das Feedback der Eltern ist super und jedes Jahr treten einige Teilnehmer der Ferienplausch in die Modellfluggruppe ein.
Nicht zu vergessen ist der «After Sales Support»: Die Jugendlichen können ein Jahr lang weitere Lehrer-Schüler Flüge anfragen (und treten in dieser Zeit optimalerweise in den Verein ein), zudem gibt es jeweils am Mittwochnachmittag von erfahrenen Vereinsmitgliedern Fragestunden auf dem Platz für die Junioren des Vereins.
Wer mehr über unseren Ferienplausch wie Organisation, Unterlagen (Checklisten, Infobriefe), verwendetes Setup für Flieger und Fernsteuerung etc. erfahren möchte, wende sich bitte an unseren Jugendbetreuer (Kontakt - Jugendarbeit).



