Hallenfliegen bietet den Modellfliegern eine willkommene Gelegenheit, im Winterhalbjahr das beliebte Hobby weiter betreiben zu können. Dazu benötigt man natürlich einige Voraussetzungen, die oft nicht einfach zu bekommen sind:

Eine geeignete Halle
Die Buchholzhalle in Uster (3-fach Sporthalle) ist geradezu prädestiniert dafür. Solche Objekte sind oft auf Jahre vergeben, und so war es kein einfaches Unterfangen, eine Bewilligung für diesen aussergewöhnlichen Verwendungszweck sowie freie Trainings-Slots zu erhalten. Dazu muss es auch finanzierbar sein, was voraussetzt, dass der Verein ein Budget zur Verfügung stellt.

Die Stadt Uster, Geschäftsfeld Sport, stellt der MG-Uster die Halle zu einem erschwinglichen Preis zur Verfügung.

Allerdings nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt, man muss jeweils ein passendes Zeitfenster aussuchen.

Das Flugmaterial
Die Kombination von miniaturisierten RC-Komponenten mit leistungsfähigen kleinen Motoren, Akkus und stabilen leichten Materialien wie Depron, CFK und GFK hat die heutigen Indoor-Flugmodelle (F3P) geprägt. Diese Modelle sind auch preiswert, robust und haben einen enormen Spassfaktor, was sie nicht nur beim Modellbau-Nachwuchs beliebt macht.

Flugerfahrung
Aufgrund ihrer geringen Grösse sind diese Modelle allerdings nicht ganz leicht zu beherrschen. Wind mögen sie gar nicht. Deshalb ist die Bezeichnung "Indoor" durchaus angebracht!
Viele Modellflieger haben auch bereits kleine Fertigmodelle (Bind and Fly), zum Beispiel von Spektrum. Diese Modelle sind im Gegensatz zu F3P sehr schnell und eignen sich daher nur bedingt für die Halle. Geübte Piloten beherrschen das zwar, aber der Spassfaktor wie Hoover, Messer oder Rückenflug bleibt mehr oder weniger aus.

Kosten
Es lassen sich mit vergleichsweise niedrigem Budget und geringem Zeitaufwand sehr leistungsfähige Modelle mit grossem fliegerischen Anspruch realisieren. Mit einhundert Franken (ohne Empfänger) ist man bereits dabei.
Gibt es zwischendurch den fast unvermeidbaren Bruch, ist das Modell meist in wenigen Minuten wieder zusammengeklebt und startbereit. Der Spass kann unverzüglich weitergehen.

Kreativität
Mit einer Depronplatte, scharfem Cutter, Leim und etwas Karbon kann der kreative Modellbauer in kurzer Zeit sein Wunschmodell realisieren. Zum Beispiel ein Nurflügler mit Pusher oder ein Modell mit Vogel-Silhouette. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Erfahrungen in der Buchholzhalle
Diese Halle ist für Indoor Modellflug echt prädestiniert. Ich denke, es gibt im Zürcher Oberland kaum eine bessere Lokation. Die Piloten stehen auf der gegenüberliegenden Seite vom Eingangsbereich. Somit fällt das Licht von der richtigen Seite ein, und die Wand bei der Eingangsseite kann nicht touchiert werden, da sich darüber die Tribüne befindet, die gewissermassen überflogen werden kann.

Einige erfahrene Indoor-Piloten haben die Halle vor den Reservationen gründlich getestet und als bestens geeignet klassiert. So konnte es bereits im alten Jahr losgehen.

Indoor Fliegen vom 9. Januar 2016
Das Indoor vom 9. Januar in der Buchholzhalle war mit 17 Anwesenden reichlich besucht. Einige Mitglieder der MG-Uster haben sich in der Zwischenzeit mit geeignetem Flugmaterial eingedeckt. Da war dieser Regensamstag für das Einfliegen dieser Modelle gerade willkommen.

Und alle Achtung, schon nach kurzer Zeit kreisten die neuen Indoor-Piloten ihre Flieger perfekt und mit sicherer Hand in der geräumigen Halle umher. Ich denke, Indoorfliegen hat in der MG-Uster den Durchbruch geschafft.

Erfreulicherweise hat auch unser Präsi, Roger Loser, einen Einblick gewonnen, und Cornel Loser hat die zahlreichen tollen Schnappschüsse auf die Platte, respektive den Microspeicher gebannt.

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