Hallenflugsaison 2022/2023 gestartet
- Martin Wunderli / Christoph Obrist
Nach etwas Anlaufschwierigkeiten (wir haben beim Sportamt in Uster nicht den gleichen Status wie die Fussballer oder die Schwimmer...) hat es am 30.10.2022 doch noch geklappt: Es ging los mit Hallenfliegen! Dank sei hier unserem Eventchef geschuldet, der den Nervenmarathon durchhielt...
Anwesend waren 7 Piloten (die meisten sogar im Online Spreadsheet eingetragen, hüstel...) die vom langsam fliegenden Clik bis zum schnellen und heulenden Crack Wing alles flogen. Ganz besonders hat uns gefreut, dass ein Junior (Julian Schaffer) das Indoor Fliegen für sich entdeckt hat. Innige Umarmungen der Flieger in Midair gab es genauso wie (Styropor-)Schneefall, aber alles konnte repariert werden und es hat immensen Spass gemacht. Siehe die Fotos...
Ich kann es jedem nur empfehlen, einen Indoor Flyer anzuschaffen, am besten einen Clik, der ist so leicht und fliegt so langsam, da springen einen die Hallenwände nicht sofort an 😉Bis man so weit ist, wie auf dem
Wasserfliegen auf dem Bichelsee
- Martin Wunderli / Res Kägi
Auch dieses Jahr beendeten wir unsere Wasserflugsaison auf dem Bichelsee. Die Aktiengesellschaft J. Kindlimann-Reifer hat uns via Christoph Frei die Erlaubnis gegeben, ebenso die Badegenossenschaft via Roland Kammermann. Ganz klar, es bestanden Bedenken bezüglich diesem Event, aber ich denke wir haben erneut gezeigt, dass wir nichtinvasis das Event umsetzen und das die Zuschauer Freude habe. Denn so war es: Familien mit Kindern, Schwimmer und andere Gäste hatten eine “Uh-Freude” und wir sind prima aneinander vorbeigekommen. Und wir haben sogar Bekanntschaften von letztem Jahr getroffen, die sich gefreut haben, uns wieder zu sehen.
Das Wetter, na ja. Es hat nicht geregnet. Und ab und zu schien die Sonne. Aber der Wind... Bis am Vortrag war von 4-5km/h die Rede. Am Eventtag dann aber 10km/h mehr. Zudem Turbulenzen, die man am See sehen und in der Luft spüren konnte. Zum Glück war der Luftraum direkt nach dem Start und vor der Landung halbwegs ruhig, aber “oben” hat es schon arg gerüttelt... Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen, nur bei einstelligen Windstärken zu fliegen, aber der ganze Aufwand für nix? Dafür gab es halt etwas Adrenalinschub und Rettungsaktionen...
Dabei waren diesmal Res (Hobbyking Bush Mule und Crack Beaver), Rolf (Multiplex FunCub und Pichler Porter), Christoph (Hobbyking Tundra) und meine Wenigkeit (Dynam Catalina, Hobbyking Albatros und Crack Beaver), Julian Schaffer hat seinen ersten Wasserstart und die ersten Runden gedreht. Wie gesagt unter sehr erschwerten Bedingungen... Aber beide Schaffer Jungs haben fleissig mit dem Rettungsschlepper geholfen, Flieger und Fliegerteile zu bergen. Und einmal musste jemand schwimmend ein Flugzeugteil zurückholen. Der Rückweg war dann immerhin durch den Auftrieb des Teils etwas leichter...
Die Fotostrecke zeigt, was so alles lief. Und falls es jemandem auffällt: Ja, auf einigen Fotos fährt die Albatros rückwärts. Das geht mit Reglern, die umschalten können (Hobbyking Bush Mule und Albatros haben das z.B.)
Nachtflugsaison 2022/2023 gestartet
- Martin Wunderli / Joel Alpiger
Der Herbst und der Frühling sind traditionell ideale Zeiten für das Dämmerungs- und Nachtfliegen: Es ist relativ früh dunkel und oftmals noch recht warm, sodass man noch ohne Handschuhe oder Sender-Muff fliegen kann.
So war es nur logisch, dass Joel Alpiger und Yanick Diggelmann diesen Monat die Dämmerungs- und Nachtflugsaison eröffneten. Vier Piloten waren anwesend und wir hatten sogar Zuschauer & Helfer: Heiri Berchtold war da und Emile van Doornick hat beim FPV Fliegen unterstützt.
Die Stimmung war super, das Wetter am Anfang so warm, dass das warme Jäcklein ausgezogen werden konnte. Mit der Zeit wurde es aber doch kühl, die festen Schuhe oder Heizsocken waren dann willkommen!
Wie man an den Bildern sieht, war die Stimmung super, die Flieger perfekt beleuchtet und alles ohne Crash.
Nicht selbstverständlich, in der Nacht kann man Geschwindigkeiten viel schlechter einschätzen, der Blick auf einen hellen Flieger beeinträchtigt die Nachtsichtfähigkeit nicht unwesentlich (oder ist es mein Alter!? 😉) und auch Abstände zu den “Sprungbäumen” sind plötzlich viel kleiner...
Weitere Bilder sind hier zu finden.
Wasserfliegen auf dem Sempachersee
- Martin Wunderli
Der September und der Oktober dieses Jahr waren nicht so die optimale Wasserflugsaison. Schon beim Event in Seewen von der MG Schwyz am 24./25.9. hat es viel geregnet, das Event der MG Wohlen am 1. Oktober war zu unsicher (Regen und Wind, einige erinnern sich sicher noch an 2019: Modell Wasserfliegen Sempach 2019 z.B. die Landung bei 07:30), daher wurde auf den 8. Oktober verschoben. Der versprach auch nicht das optimale Wetter, aber das OK um Ronald und Peter wagte es. Und es sollte toll werden!
Knapp 20 Piloten fanden sich im Laufe des Vormittags in der Seebadi in Sempach ein, das Briefing war schnell gemacht und los ging es. Nach etwa einer Stunde kam die Phase der Regenschauer, aber dazwischen immer wieder Pausen, in denen man fliegen konnte. Und wenn Warten angesagt war, dann wurde man übers Modellfliegen diskutiert. Wobei: Es gab auch Piloten, die knallhart im Regen flogen! Respekt...
Es gab ein paar Abstürze, mal weniger schwer, mal schwerer. Alle Unfälle wurden aber mit Professionalität und Kameradschaft – mal mit Schlauchboot, mal mit Rettungskreuzer – beseitigt, der allgemein guten Stimmung tat das genau wie das Wetter keinen Abbruch (siehe Fotos). Ich gebe jedoch zu, beim Verbindungsverlust, der zum Absturz der Macchi MC-72 geführt hat, hat mir schon das Herz geblutet. Der Crash hat leider auch bewiesen, wie hart Wasser ist, wenn man senkrecht und mit Vollgas auftrifft! Zum Glück werden wir das Rennflugzeug wieder zu Gesicht bekommen, ein weiterer Bausatz wartet schon im Bastelkeller!
Ein wahrer Glücksfall waren aber die drei Zelte, die ein vorausschauender Fliegerkollege mitgebracht hatte. So konnte man sie gemütlich zusammen setzen und den Regen vorbei ziehen lassen (siehe Foto). Nochmals ein grosses Dankeschön an dieser Stelle!
Das Mittagessen wurde wie gewohnt im Seerestaurant eingenommen, es regnete grad “passend”. Nach dem Essen klarte es auf und wir konnten einen fast spiegelglatten See bis nach 16:00 geniessen. Auch war es wie immer schön, mit Spaziergängern zu diskutieren, das Aaaaah! und Oooooh! der Kinder zu hören die auch mal den Rettungskreuzer steuern durften!
Als die Regenschauer wieder einsetzten, waren wir z.T. schon recht müde aber sehr zufrieden. Die wirklich kalte Dusche kam aber beim Zusammenräumen. Wir wurden darüber informiert, dass die Korporation Sempach, die das Seebad betreibt, beschlossen hat, ab 1.1.2023 pro Veranstaltung eine Nutzungsgebühr von 1000.- einzuführen. So sehr das für kommerzielle Veranstaltungen, die viel Aufwand vor- und nachher erzeugen, verständlich ist, so unverständlich ist es für ein nicht invasives Event wie das Wasserflugtreffen, dass von ca. 20 Piloten besucht wird und allen Zuschauern grosse Freude bereitet. Wer hier Beziehungnen zur Korporation hat und für uns lobbyieren kann oder Ideen für Alternativen weiss, möge doch bitte mit dem Formular auf der Webseite mit uns in Verbindung treten!
Abschliessend bleibt mir nur, Ronald Siegrist und Peter Eigenmann für Ihr Engagement ganz herzlich zu danken. Ich habe selber schon mehrere MG-Uster-interne Wasserflug Events organisiert und ich weiss, wie man hier oftmals von Pontius zu Pilatus rennen darf...
Sportflyers Wettbewerb 2022
- Christoph Obrist
Pünktlich um 07:00 Uhr stand das mittlerweile bewährte und eingespielte Helferteam auf dem Flugplatz. Ratzfatz war alles fixfertig eingerichtet und der Wettbewerb hätte starten können. Doch das Wetter wollte noch nicht so richtig mitspielen. Warten mit Kaffee und Gipfeli war angesagt. Schutz vor dem Regen gaben die vier Leihzelte der NOS und für Strom sorgte der vereinseigene Storm Generator, welcher letztes Jahr beschafft wurde.
Mit etwas Verspätung ging es dann doch noch los. Die je fünf Piloten der Kategorien Sportflyers "Basics" und Sportflyers "Upper" konnten schlussendlich, trotz weiteren Regenpausen, je drei Durchgänge fliegen, von welchen der schlechteste Flug gestrichen wurde.
Gewinner der Kategorie "Basics" ist Flavio Meier (383 Pt.), gefolgt von Alain Schad (382 Pt.) und Philipp Henze (361 Pt.). Die Plätze 4. und 5. Platz belegen Valentin Hetze (337 Pt.) und Peter Hänni (300 Pt.)
Sieger in der der Kategorie "Upper" ist Rodito Nussbaumer (606 Pt.) vor Marc Stahel (575 Pt.) und Vital Widmer (563 Pt.). Den 4. Platz belegt Fabio Stahel (558 Pt.) und den 5. Platz Peter Ott (545 Pt.).
Was von den Piloten gezeigt wurde, war schon beeindruckend. Von aussen sieht dieses F3A Figurenfliegen nicht besonders aufregend und schwierig aus. Wer es aber selbst schon versucht hat der weiss, dass diese Art von Fliegen sehr anspruchsvoll ist. Viele werden nur schon beim Versuch scheitern, lediglich gerade aus auf der gleichen Höhe zu fliegen. Natürlich ohne helfende elektronische Stabis! Werden dann noch Rollen, Rückenflüge, gestossene Loopings etc. dazu kombiniert, geht das ohne regelmässiges Training nicht mehr. Für Kunstfluginteressierte Piloten der MGU ist angedacht, im Sommer 2023 an einigen Abenden ein Schnuppertraining unter Fachkundiger Anleitung zu organisieren. Weitere Informationen dazu folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
Vielen Dank nochmals allen Helferinnen und Helfer. Ohne euer Einsatz ist dieser Anlass nicht möglich. Zugute kommt der Aufwand den angemeldeten Piloten. Sie trainieren dafür den ganzen Sommer und können sich so Ende Saison untereinander messen.



